Ethische Führung

In der sich schnell entwickelnden Unternehmenslandschaft von heute hat sich ethische Führung als ein Eckpfeiler für nachhaltigen Erfolg herauskristallisiert. Ethische Führungskräfte sorgen nicht nur für positive organisatorische Ergebnisse, sondern fördern auch eine Kultur der Integrität und Verantwortlichkeit. Sie sind ein positives Beispiel für andere und schaffen eine Kultur des Vertrauens und des Respekts innerhalb ihres Teams oder ihrer Organisation. Ethische Führung ist eine wesentliche Voraussetzung für den Aufbau starker Beziehungen und die Aufrechterhaltung des langfristigen Erfolgs und der Nachhaltigkeit einer Organisation.

Was sind also das Wesen der ethischen Führung, die Bedeutung, die Herausforderungen und die Strategien zur Umsetzung?

Ethische Führung ist die Praxis, mit gutem Beispiel voranzugehen, d. h. die Führungspersönlichkeiten zeigen in ihren Entscheidungen und Handlungen ethisches Verhalten und beeinflussen so ihre Nachfolgenden, das Gleiche zu tun. Dazu gehört die Verpflichtung auf Werte wie Ehrlichkeit, Fairness, Respekt und soziale Verantwortung. Eine ethische Führungspersönlichkeit stellt diese Werte über den persönlichen oder organisatorischen Gewinn.

Ethische Führung kann nicht nur für Organisationen, sondern auch für die Gesellschaft als Ganzes von Nutzen sein. Einige dieser Vorteile sind:

  1. Vertrauen und Glaubwürdigkeit: Ethische Führung schafft Vertrauen bei den Beteiligten. Dadurch wird die Glaubwürdigkeit der Organisation gestärkt.
  2. Zufriedenheit und Bindung der Mitarbeitenden: In einem Umfeld, in dem die Führungskräfte ethisch handeln, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Mitarbeitenden zufrieden und loyal sind.
  3. Langfristiger Erfolg: Ethische Praktiken führen zu nachhaltigen Geschäftsmodellen, die auf lange Sicht Erfolg und Stabilität gewährleisten.
  4. Soziale Verantwortung: Indem sie über die Gewinnmaximierung hinausgehen und das Richtige tun, machen ethische Führungskräfte die Welt zu einem besseren Ort.
  • Komplexe Entscheidungsfindung: Führungskräfte stehen oft vor Dilemmas, bei denen die ethische Entscheidung nicht eindeutig ist.
  • Kulturelle Unterschiede: Globale Unternehmen müssen mit unterschiedlichen ethischen Standards in verschiedenen Kulturen umgehen und diese Unterschiede respektieren und tolerieren.
  • Druck, Ergebnisse liefern zu müssen: Der Druck, kurzfristige Ziele zu erreichen, kann manchmal ethische Überlegungen überschatten.
  • Widerstand gegen Veränderungen: Die Einführung ethischer Praktiken kann auf den Widerstand derjenigen stoßen, die an andere Werte gewöhnt sind.
  • Klare ethische Standards: Organisationen sollten klare ethische Richtlinien aufstellen und kommunizieren.
  • Vorbildfunktion: Führungskräfte müssen mit gutem Beispiel vorangehen und bei ihren Handlungen und Entscheidungen ethisches Verhalten an den Tag legen.
  • Schulung und Entwicklung: Regelmäßige Schulungen durch eine Fachperson können Mitarbeitenden helfen, ethisches Verhalten zu verstehen und zu praktizieren.
  • Ermutigung zu offener Kommunikation: Schaffung eines Umfelds, in dem Mitarbeitende ethische Bedenken ohne Angst vor Bestrafung äußern können.
  • Rechenschaftspflicht: Ethische Führungskräfte ziehen sich selbst und ihre Teams für ihr Handeln zur Rechenschaft.

Während die Umsetzung dieser Strategien für eine ethische Führung unerlässlich ist, sollte man auch freundliche Ehrlichkeit nicht vergessen. Freundliche Ehrlichkeit bezieht sich auf die Praxis, ehrlich und wahrheitsgemäß zu sein, und zwar auf eine Art und Weise, die fürsorglich, respektvoll und rücksichtsvoll gegenüber den Gefühlen anderer ist. Dazu gehört, dass man ehrlich und offen kommuniziert und gleichzeitig die Auswirkungen der eigenen Worte und Handlungen auf andere bedenkt. Freundliche Ehrlichkeit beinhaltet, dass man ehrlich über seine eigenen Gedanken und Gefühle sowie über die Fakten einer Situation ist. Sie zeichnet sich durch die Bereitschaft aus, anderen zuzuhören und ihre Sichtweise zu verstehen. Sie ist ein wichtiger Bestandteil gesunder Beziehungen und fördert Vertrauen, Respekt und Verständnis.

  • Bewertung des aktuellen ethischen Klimas: Verstehen Sie das bestehende ethische Klima in der Organisation.
  • Entwickeln Sie einen Ethik-Kodex: Erstellen Sie einen umfassenden Ethikkodex, der die erwarteten Verhaltensweisen und Entscheidungsprozesse beschreibt.
  • Mit gutem Beispiel vorangehen: Führungskräfte sollten konsequent ethisches Verhalten zeigen und Fehler zugeben.
  • Fördern Sie eine ethische Kultur: Fördern Sie eine Kultur, in der ethisches Verhalten geschätzt und offen diskutiert wird.
  • Evaluieren und anpassen: Bewerten Sie regelmäßig die Wirksamkeit ethischer Praktiken und nehmen Sie die notwendigen Anpassungen vor.

Im digitalen Zeitalter erstreckt sich die ethische Führung auch darauf, wie Unternehmen mit dem Datenschutz, der Cybersicherheit und der digitalen Kommunikation umgehen. Führungskräfte müssen diese neuen Herausforderungen mit dem gleichen Engagement für Ethik bewältigen.

„Es ist nicht edel, seinen Mitmenschen überlegen zu sein; wahres Edelsein liegt darin, seinem früheren Selbst überlegen zu sein.“

Ernest Hemingway

Der Weg zu einer ethischen Führungspersönlichkeit kann einige würdevolle Transformationen erfordern. Eine würdevolle Veränderung ist ein Prozess, bei dem positive Veränderungen auf eine respektvolle und würdevolle Art und Weise vorgenommen werden, die mit den eigenen Werten im Einklang steht. Dazu gehört, dass man sich die Zeit nimmt, darüber nachzudenken, was einem selbst und anderen wichtig ist, und sich bewusst dafür entscheidet, das eigene Leben und die eigenen Umstände zu verbessern. Eine würdevolle Veränderung kann bedeuten, dass man sein persönliches oder berufliches Leben verändert, sich Ziele setzt, neue Fähigkeiten erlernt oder nach neuen Möglichkeiten sucht. Es ist ein Prozess, der Wachstum, Selbstverbesserung und das Streben nach persönlicher und beruflicher Erfüllung beinhaltet. Sie ist gekennzeichnet durch ein Engagement für persönliche Verantwortung und Selbstachtung.

Wenn man alles berücksichtigt, ist ethische Führung nicht nur eine moralische Verpflichtung, sondern sie hat in der heutigen Geschäftswelt auch einen strategischen Wert. Sie erfordert ein bewusstes Bemühen um die Umsetzung ethischer Grundsätze in jedem Aspekt der Organisation. Indem sie sich zu ethischer Führung verpflichten, können Organisationen nicht nur finanziellen Erfolg erzielen, sondern auch einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten und ein dauerhaftes Vermächtnis der Integrität aufbauen.

Stress lass nach

Unternehmerische und individuelle Wege zur Stressreduktion

Neun von zehn Arbeitnehmer:innen geben an, dass sich Stress am Arbeitsplatz negativ auf ihr Wohlbefinden und ihre mentale Gesundheit auswirken würde. Gleichzeitig können drei von fünf Arbeitnehmer:innen nicht auf Unterstützung von ihren Vorgesetzten zählen, wenn es um die Bewältigung von Stress geht. Und das, obwohl dauerhafter Stress über kurz oder lang zu körperlichen Erkrankungen führt und am Ende einer Spirale aus jahrelangem Stress ins Burn-out. 

Diese Statistik macht eines sehr deutlich: Der Stressfaktor Nummer eins ist Arbeit, egal ob es nun um die Arbeitslast, die fehlende Sicherheit des Arbeitsplatzes oder eine mangelnde Work-Life-Balance geht.

Und: der Stress hat laut The American Insitute of Stress, das seit 1998 regelmäßig Studien zum Thema durchführt, in den letzten Jahrzehnten nachweislich zugenommen. Der Fakt, dass uns Stress krank macht, ist weithin bekannt; so bekannt, dass in New York, Los Angeles und anderen US-Städten Polizeibeamte, die am Arbeitsplatz oder außerhalb des Dienstes einen Herzinfarkt erleiden, entschädigt werden, weil Herzinfarkte als durch Stress ausgelöste arbeitsbedingte Schäden gelten.

Aber wäre es nicht sinnvoller, stressauslösende Arbeitsbedingungen so weit als möglich zu minimieren, damit nicht länger 40% der Arbeitnehmer:innen ihren Job als extrem stressig erleben? 

Laut einer Studie des American Institute of Stress kostet Stress am Arbeitsplatz jährlich 300 Milliarden Dollar an Produktivitätsverlusten. Spätestens an diesem Punkt sollten Leader verstehen, warum es so wichtig ist, sich mit dieser Thematik zu befassen und entsprechende Schritte setzen.

Worauf ist Stress am Arbeitsplatz zurückzuführen?

Es sollte eine selbstverständliche Aufgabe jedes Unternehmens sein, sich mit stressauslösenden Faktoren im Unternehmen auseinanderzusetzen und entsprechende Schritte zu setzen, um diese – wo geht – auszumerzen. Finden Sie mithilfe eines Risikomanagementkonzepts heraus, welche Stressauslöser sich, wo in Ihrer Unternehmenskultur befinden und welche Ursachen sie haben.

Darauf sollten Sie insbesondere schauen

Ursachen für arbeitsbedingten Stress

Einige der Faktoren, die häufig zu arbeitsbedingtem Stress führen, sind:

  • Lange Arbeitszeiten
  • Hohe Arbeitsbelastung
  • Veränderungen innerhalb der Organisation
  • Knappe Fristen
  • Änderungen der Aufgaben
  • Unsichere Arbeitsplätze
  • Mangel an Autonomie
  • Langweilige Arbeit
  • Unzureichende Fähigkeiten für die Arbeit
  • Übermäßige Beaufsichtigung
  • Unzureichendes Arbeitsumfeld
  • Mangel an geeigneten Ressourcen
  • Mangel an Ausrüstung
  • Wenig Aufstiegsmöglichkeiten
  • Belästigung
  • Diskriminierung
  • Schlechte Beziehungen zu Kollegen oder Vorgesetzten
  • Krisensituationen 

10 Schritte zu einer stressfrei(er)en Arbeitswelt

1 Work-Life Balance 

Nonstop zu arbeiten, zermürbt und erschöpft Mitarbeiter:innen. Sie brauchen Ruhephasen, um sich auszuruhen und neue Energien zu tanken. Gestalten Sie die Arbeitsplätze Ihrer Belegschaft so, dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Leben möglich gemacht wird.

2 Flexible Arbeitsmodelle 

Geben Sie Ihren Mitarbeiter:innen mehr Selbstbestimmung über ihre Arbeitszeiten und erlauben Sie ihnen bei Bedarf auch von zu Hause aus zu arbeiten, wenn sie dies möchten.

3 Klare Strukturen und Rollenverteilung

Mitarbeiter:innen fühlen sich gestresst, wenn sie sich über ihre Aufgaben und Zuständigkeiten nicht im Klaren sind. Schaffen Sie daher eine klare Führungsstruktur, in der alle Beteiligten wissen, wem sie unterstellt sind und wer wofür zuständig ist. Dies wird die Arbeitseffizienz verbessern und zu einem entspannteren Umfeld beitragen. 

4 Kommunikation

Kommunikation spielt eine immens wichtige Rolle in jedem Unternehmen. Wenn Mitarbeiter:innen in der Lage sind, reibungslos mit ihren Kollegen und Vorgesetzten zu kommunizieren, verringert dies Stress erheblich. Stellen Sie sicher, dass alle Kommunikationskanäle innerhalb des Unternehmens ordnungsgemäß funktionieren. Dadurch wird sichergestellt, dass Personen auf anderen Ebenen die richtigen Informationen erhalten.

5 Anerkennung und Engagement

Binden Sie Ihre Mitarbeiter:innen ein. Ein hohes Engagement der Belegschaft führt zu höherer Produktivität und Zufriedenheit. Engagierte Mitarbeiter:innen setzen sich für die Ziele und Werte des Unternehmens ein, und sind auch motiviert, zum Erfolg des Unternehmens beizutragen. Darüber hinaus brauchen Mitarbeiter:innen brauchen Wachstumschancen. Gibt es diese nicht, leiden Arbeitsmoral und Leistung darunter und Stress steigt an. Schaffen sie daher Anerkennungs- und Belohnungsprogramme.  

6 Wellness

Es ist weithin bekannt: Bewegung und ein gesunder Lebensstil sind wichtig, um Stress am Arbeitsplatz abzubauen. Führen Sie betriebliche Wellness-Programme für Ihre Mitarbeiter ein, bspw. in Form von bezahlten Mitgliedschaften in Fitness- und Meditationszentren, gesundem Essen in der Kantine oder kostenlosen Check-Ups.

7 Vermeidung und Deeskalation von Konflikten

Konflikte sind unvermeidlich und gehören zu unserem Arbeitsleben dazu. Gründe für Konflikte können unter anderem Beförderungsmöglichkeiten, Gehaltsstreitigkeiten, das Gefühl mangelnder Wertschätzung und persönliche Differenzen sein. Auch wenn Konflikte nicht gänzlich vermieden werden können, kann man ihnen entgegenwirken und sie abmildern, in dem Sie Konflikte schnellstmöglich angegangen und nicht liegengelassen werden. Das Ignorieren von Konflikten macht sie nur größer. Vermeiden Sie aber auch strafende Reaktionen. Lösen Sie Konflikte und Probleme immer positiv und ohne negative Verstärkung.

8 Ruhe

Lärm ist einer der Hauptauslöser für Stress am Arbeitsplatz. Ein hoher Lärmpegel erhöht Stress dramatisch. Sorgen Sie daher für eine ruhige Umgebung, und treffen Sie Vorkehrungen, um den Lärm so gering wie möglich zu halten. Das können beispielsweise Kopfhörer mit Noise-Cancelling, isolierte Wände und Decken oder schalldämpfende Trennwände zwischen Arbeitsplätzen sein. 

9 Kooperation und Unterstützung

Ein Arbeitsumfeld, in dem es keine Unterstützung gibt, führt zu Stress und schlechter Gesundheit. Stellen Sie sicher, dass Mitarbeiter:innen von ihren Vorgesetzten oder Kolleg:innen angemessen unterstützt werden und fördern Sie eine Kultur der Zusammenarbeit und des Respekts.

10 Unternehmenskultur

Schaffen Sie eine Unternehmenskultur, in der es allen möglich sein sollte, seine Meinung gegenüber jedermann:frau zu äußern, und dies auch willkommen ist. Es braucht eine Umgebung, in der alle Fragen gestellt werden dürfen und diese auch beantwortet werden. 

Und was kann jede:r einzelne:r tun? 

Neben den obengenannten Maßnahmen zur Reduktion von Stress am Arbeitsplatz durch Unternehmen selbst, kann natürlich auch jede:r einzelne:r Schritte setzen, um besser mit Stress zurecht zu kommen. 

Konkrete Schritte zur Stressreduktion auf 3 Ebenen

Körperebene

  • Schlafen Sie ausreichend
  • Bewegen Sie sich
  • Ernähren Sie sich gesund
  • Hören Sie beruhigende Musik
  • Entspannen Sie Ihre Muskeln
  • Atmen Sie richtig

Die Ebene des Geistes

  • Beobachten Sie sich selbst und erkennen Sie, was in Ihnen Stress auslöst
  • Schaffen Sie sich To-Do-Listen und arbeiten Sie diese sukzessive ab
  • Brechen Sie große Aufgaben in kleinere, leichter bewältigbare Teilaufgaben auf
  • Priorisieren Sie. „Stress ist die Unfähigkeit zu entscheiden, was wirklich wichtig ist“ 
  • Schaffen Sie sich gesunde Rituale
  • Holen Sie sich Hilfe

Die Ebene der Seele

  • Sagen Sie öfter Nein
  • Machen Sie Pause von Social Media
  • Akzeptieren Sie Stress als natürlichen Faktor des Lebens
  • Führen Sie positive Selbstgespräche 
  • Machen Sie bewusst Pausen
  • Praktizieren Sie Meditation und Achtsamkeit

Stress wird sich – auch wenn wir uns an alle gut gemeinten Ratschläge halten und diese umsetzen – nicht gänzlich vermeiden lassen. Umso wichtiger ist es, Stress als Teil unseres Lebens anzuerkennen. Vergessen Sie dabei jedoch eines nicht:

Quellen:

https://www.stress.org
Mind the Workplace Report, 2021
https://www.betterhealth.vic.gov.au/health/healthyliving/work-related-stress#what-are-the-main-work-related-stressors

JA, ABER

Die unselige Kraft zweier Wörter und wie sie die Welt und uns in die Stagnation treiben

von Sabine Gromer und Daniela Luschin

gekürzte Version

Die Welt dreht sich und wir uns mit ihr. Unser Alltag ist alles andere als Stillstand, viel zu tun, endlos lange Task Lists und wir immer wieder am Rotieren. Und doch bleibt so vieles, so grundlegend Wichtiges unangetastet liegen, unbeachtet in der Stagnation. Einer der Ursachen dafür: zwei kleine Wörter! Zwei, die voneinander unabhängig so harmlos unscheinbar wirken. Irgendwer hat irgendwo JA, ABER  ausgerufen und damit auf Standby geschalten.

JA, ABER treibt den Klimawandel voran

Ob im virtuellen oder reellen Raum, in Krisen verengt sich unser Blickfeld. Unsere Vorurteile Wir wissen alle um die Risiken des Klimawandels. Veränderung ist notwendig. Nicht morgen, schon gar nicht übermorgen, sondern Jetzt. Wir zerstören nach und nach unsere Umwelt und damit am Ende auch uns selbst. Die Liste der Klimasünden ist lang, es gilt sie anzugehen, die Zeit drängt, Aktion ist gefragt. Aktionen, die immer wieder durch die unselige Kraft von Ja, aber blockiert werden.


JA, UND ist die Antidote des JA, ABER…

Einwände sind gut und richtig, sie schärfen mit Perspektivenwechsel den Blick und führen uns im Idealfall sogar weiter. Dabei ist es jedoch notwendig auf einer Sachebene zu bleiben. Gerade als Führungskräfte dürfen wir Diskussionen nicht aufhalten, sie sabotieren und jegliches Fortkommen behindern, denn führen hat mit Bewegung zu tun, nicht mit Stillstand und Boykott. Karen Hough, CEO von ImprovEdge, erklärt das JA, ABER zum bösen Zwilling von JA, UND. Sie plädiert dafür JA, ABER durch JA, UND zu ersetzen und es als leistungsstarkes Tool für Zusammenarbeit, Verhandlung und effektive Kommunikation einzusetzen. Das Konzept von JA, UND stammt aus dem Improvisationstheater und hat in den vergangenen Jahren branchenübergreifend die Kommunikation von Führungskräften und Teams zum Positiven verändert. Wenn die JA, ABER aus Gesprächen und Verhandlungen eliminiert und stattdessen JA, UND verwendet werden, vermittelt man statt Ablehnung und Entmutigung positives Engagement, Wertschätzung und Unterstützung. Dieses einfache Tool schafft wirksame Zusammenarbeit in Konfliktzeiten und hebt die Stimmung in schwierigen Zeiten. Genau diese JA, UND-Mentalität brauchen wir nicht nur in Unternehmen, sondern auch auf globaler, politischer und gesellschaftlicher Ebene. Nur dann schaffen wir den Weg aus der Stagnation, hin zu lösungsorientierten Haltungen.


Ja, UND verbindet. Althergebrachtes mit Neuem, die Gegenseite mit der eigenen, voneinander Getrenntes wird auf einen gemeinsamen Nenner gebracht. In einer global vernetzten Welt wie der unseren sind diese gemeinsamen Nenner für ein positives Vorankommen unbedingt notwendig. Alles andere ist völlig kontraproduktiv.

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